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Die Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit

Schuljahr 2019/20

Was ist eigentlich faire Schokolade? – Fairer Handel als Beispiel für nachhaltige Entwicklung
Während der Projektwochen vom 14. bis 25.10.19 gingen unsere Erst- und Zweitklässler mit der Handpuppe Sali auf Entdeckungsreise an die Elfenbeinküste. Mit Fotos und einem Bewegungsspiel bekamen sie Einblick in die anstrengenden und auch gefährlichen Arbeitsschritte der Kakaoernte.  Sie rochen, fühlten und schmeckten Kakaobohnen, Kakaobruch, Kakaofett und natürlich auch fertige Schokolade und lernten viel über die Schokoladenherstellung. Ein Gespräch zwischen Sali und ihrem Freund, der seinen Eltern bei der Kakaoernte helfen muss, führte ihnen die Problematik der Kinderarbeit vor Augen. Die Kinder erkannten, wie belastend sich Kinderarbeit auf das Leben der arbeitenden Kinder auswirkt, dass sie körperlich und seelisch darunter leiden und keine Schule besuchen können bzw. dürfen. Sali informierte die Kinder, dass es gerechtere Händler gibt, die die Kakaobohnen zu fairen Preisen kaufen und es den Kakaobauern damit ermöglichen, genug Geld für ihren Lebensunterhalt zu verdienen und ihre Kinder zur Schule zu schicken. Aus den fair gehandelten Kakaobohnen wird dann faire Schokolade produziert. Die Schüler lernten verschiedene Fair-Trade-Siegel kennen und entdeckten diese auf unterschiedlichen Lebensmitteln, die in den Geschäften angeboten werden.

Nachhaltiges Spielen als Beispiel für nachhaltige Entwicklung
In den dritten und vierten Klassen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Thema „Nachhaltiges Spielen“. Dabei durchliefen die Kinder mehrere Stationen und erfuhren Wissenswertes über die Herkunft ihres Spielzeugs, über Kinderarbeit im Herkunftsland, über die Arbeitsbedingungen in diesen Ländern. In einer weiteren Station reflektierten sie ihr eigenes Spielverhalten. Gerade bei den Überlegungen zum eigenen Spielverhalten kamen innerhalb der Gruppen interessante und sehr ernsthafte Diskussionen auf. Den Kindern fiel selbst auf, wie schnell manch Spielzeug achtlos weggelegt wird und wie viele Spielzeuge sie inzwischen besitzen, die sie fast nie benutzen. Sie überlegten, welche Art von Spielzeug sie wirklich gerne für sich holen und sich über einen längeren Zeitraum damit beschäftigen können. An Weltkarten verfolgten die Schülerinnen und Schüler den langen Weg der Herstellung eines Spielzeugs und entdeckten welch weite Strecken ihr Spielzeug zurücklegen musste, bis es in Kinderhände kam. 

Den Abschluss der Projektwochen bildete das jährlich stattfindende Herbstfrühstück, für das Eltern und Lehrkräfte regionale und saisonale Produkte besorgten. Dies wurde auch in den Klassen mit den Kindern besprochen, bevor jede Klasse gemeinsam mit vielen helfenden Eltern einen Beitrag für das gemeinsame Frühstück zubereitete. Stolz und mit großem Appetit wurden im Anschluss Schnittlauch-, Honig-, Marmeladen- oder Gemüsebrote und leckere Obstschnitze verspeist.